Der Koog — Geschichte
Das Gemeindegebiet Kronprin- zenkoog wurde in mehreren Ab- schnitten dem Meer abgerungen. Die Gemeinde ist eine
Marsch- und Flächengemeinde und land- wirtschaftlich strukturiert. (1013 Einwohner auf einer Fläche von 2885 ha).
Flächenmäßig ist
der Kronprin- zenkoog die größte Gemeinde, einwohnermäßig ist sie die zweit- größte Gemeinde im Amt KLG Marne-Land. Durch die
Installierung und den Betrieb zahlreicher Windkraftanlagen im Koog hat sich die Wirtschaftskraft merklich erhöht. Sie ist flächen- und
einwohnermäßig die größte Gemeinde im Amt KLG Marne-Land.
Gemeindlicher Mittelpunkt ist der so genannte Mittelkoog, in dem nach Erschließung eines Wohnbaugebietes
eine Anzahl Neubauten errichtet wurde. In ihm befindet sich eine Grundschule mit dem Eigennamen "Dörpschool", die das dörfliche Leben
bereichert, ein Kindergarten, eine Kirche der ev.-luth. Kirchengemeinde der Vereinigten Süderdithmarscher Köge, ein Friedhof sowie eine leistungsfähige
Landgaststätte mit Saalbetrieb. Die Einwohner der Gemeinde haben die Möglichkeit, in einem regelmäßig verkehrenden Bücherbus Bücher
und sonstige Lektüre zu entleihen. Zu erwähnen bleiben noch der "Kyffhäuserverein Kronprinzenkoog" mit Männer-,
Frauen- und Jugend- Schießsportriegen und die "Ortsgruppe Sozialverband Deutschland (SoVD)".
Die Gemeinde führt seit 1901 ein eigenes Wappen, das 1990 geändert wurde, und seit 1995 auch eine eigene Flagge
Die geschichtliche Entwicklung
| ca. 1707 | Gebiet des heutigen Kronprinzenkooges gehört zur dänischen Krone |
| 1787 | Gründung des Kronprinzenkooges, 2180 ha groß, Namensgebung nach dem Sohn des dänischen Königs Christian VII |
| 1785 - 1787 | Deichbau durch die dänische Regierung |
| 1790 | Verkauf des Kooges an 4 Personen
|
| 1806 | Erste Schule im Norden des Kooges. Zwei weitere folgten in den nächsten Jahren im Süden und in der Mitte |
| 1864 | Straßenbau im Koogsgebiet |
| bis 1866 | Postalische Versorgung über Thurn und Taxissche Postverwaltung. Danach Versorgung über Marne |
| 1867 | Schleswig-Holstein wird in Preußen eingegliedert |
| 1869 | Wahl des Koogsvorstehers H.J. Kriegesmann |
| 1883 | Einweihung der Koogskirche |
| 1884 - 1978 | Holsteinische Marschbahngesellschaft fährt die Strecke Marne — Kronprinzenkoog — Friedrichskoog |
| 1894 | Eigene Verwaltung für den Amtsbezirk Kronprinzenkoog-Kaiser-Wilhelm-Koog. Einsetzung eines Amtssekretärs und Koogschreibers, Johann Jacob Thießen aus Marne |
| 1922 | Gründung einer Stromerzeugergenossenschaft "Nordstern" mit Windmühlen durch einige Bauern. Ende der 30er Jahre Anschluss an die Überlandzentrale der Schleswag AG |
| 1934 | Gründung der freiwilligen Feuerwehr, bis dahin Pflichtfeuerwehren |
| 1935 | Der Amtsbezirk wird um die neueingedeichte Gemeinde Neufelderkoog erweitert |
| 1945 | Erste Gemeindevertretung nach dem Krieg |
| 1947 | Die Ämter werden den Kirchspielgemeinden gleichgestellt |
| 1948 | Zusammenfassung der bisher kirchspielfreien Gemeinden Kronprinzenkoog, Kaiser-Wilhelm Koog, Neufelderkoog zur Kirchspielgemeinde Kronprinzenkoog |
| 1956 | Einweihung des Schulneubaus im Mittelkoog |
| 1970 | Im Zuge der Verwaltungsreform erfolgt die Auflösung der Kirchspielgemeinde Kronprinzenkoog. Die drei Gemeinden werden mit den Gemeinden der ebenfalls aufgelösten Kirchspielgemeinde Marne-Land zum neuen Amt Kirchspielslandgemeinde Marne-Land mit Sitz in Marne. Der Amtsbezirk besteht aus 11 Gemeinden, der Kronprinzenkoog hat im Ausschuss 2 Sitze. |